Thymian ist ein seit alters her geschätztes Heilkraut. Als anregendes Räuchermittel fand er bereits im Altertum Verwendung. Die heilende Wirkung auf Lunge und Bronchien wurde im Mittelalter bekannt. Die Heilige Hildegard von Bingen pries Thymian besonders bei Atemnot, Asthma und Keuchhusten. Thymian wirkt antibakteriell und macht durch seine verdauungsregulierenden Eigenschaften viele Speisen, vor allem Fleisch- und Wurstwaren, bekömmlicher.
Das Brauchtum setzte Thymian als Hustenmittel ein, bei Magen-Darm-Beschwerden und Blasenentzündungen. Äußerlich wurde er als Mund- oder Gurgelwasser bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und als Umschlag bei schlecht heilenden Wunden angewendet.
Die Inhaltsstoffe sind ein ätherisches Öl, das in wechselnden Mengen Thymol und Carvacrol enthält. Weiterhin Flavonoide und Gerbstoffe. Die Zusammensetzung variiert nach Art und Herkunft des Thymians. Das ätherische Öl regt die Tätigkeit des Flimmerepithels in den Atemwegen an, verflüssigt Schleim und fördert den Auswurf beim Husten. Außerdem hemmen Thymol und Carvacrol das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen. Thymian wirkt auch krampflösend. Die Gerbstoffe des Thymians unterstützen die antientzündlichen Wirkungen und regulieren die Verdauung (Quelle: Wikipedia).
Thymianblüte
verschiedene Thymiansorten
Die Bezeichnung ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Biene“, da Bienen die Pflanze mehr als alle anderen bevorzugen. Zitronenmelisse wird seit mehr als 2.000 Jahren in der Heilkunde hochgeschätzt.
Melisse
Plinius (23 bis 79 n. Chr.) bezeichnet Melisse in seiner Naturalis historia als Mittel gegen Hysterie und Paracelsus (1493-1541) nennt Melisse „das beste Kräutlein für das Herz“. Arabische Ärzte haben sie bei Angstzuständen, nervös bedingten Kopfschmerzen und Herzproblemen eingesetzt. Die Araber waren es auch, die im 10. Jahrhundert die Melisse nach Spanien brachten. Von dort fand die Melisse Einzug in die Klostergärten. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde.
Hildegard von Bingen soll geschrieben haben, eine Tasse Melissentee vor dem Schlafengehen getrunken, bringe gute Träume. (Quelle: Wikipedia)
Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Tee und vielfältige Medizin an.
Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann.
Lavendel: Der Name ist vom lateinischen lavare "waschen" abgeleitet und bezieht sich auf die Verwendung des Lavendels in Badeessenzen und -ölen. Lavendel gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Verwendet werden fast ausschließlich die Blüten (und in geringerem Umfang auch die Blätter).
Die Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid und Saponin. Das hauptsächlich in den Blüten gespeicherte ätherische Öl ist eine leicht flüchtige Essenz und enthält mehr als 150 Inhaltsstoffe. Der Duft beruhigt und reinigt und wirkt auf vielfältige Weise heilsam auf den Menschen.
Als positive Eigenschaften des Lavendels gelten: Nervenstärkend, beruhigend, schlaffördernd, schmerzlindernd, krampflösend, schweißtreibend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, erfrischend. Man kann Lavendel bei Schlafstörungen, Stress, Nervenentzündungen, Gürtelrose, Muskelschmerzen oder Migräne als natürliche Hilfe verwenden.
Hauptanbaugebiet ist die Provence in Frankreich. Dort wird Lavendel seit etwa 100 Jahren angebaut. Die Gewinnung von Duft-Essenzen steht im Vordergrund. Es werden dort aber auch Lavendel-Blüten für Duftkissen aller Art gewonnen. Auch getrocknete Bouquets sind sehr gefragt.
Es gibt Sorten mit grauen und blauen Blüten, wobei die grauen, sehr duftstarken Sorten bei weitem überwiegen. Nur wenn die Optik eine gewisse Rolle spielt, werden auch die blauen Sorten mit leicht geringerer Duftstärke für Duftkissen verwendet.
Lavendelpflanze
Lavendel mit Blüte / Lavendelseife